Was mich echt stört…

Veröffentlicht in Uncategorized am März 5, 2012 von berufskomiker

Als konsumorientierter Mensch ist man zwangsläufig ein Kunde von einem großen Unternehmen. Und sei es nur der Energie-Lieferant, den jeder braucht, der nicht in einer Lehmhütte im Wald wohnt.
Wenn ich Probleme oder Fragen an ein großes Unternehmen richte, dann rufe ich an oder schreibe (Brief, Fax, Mail).
Komplett egal welchen Verbindungsweg ich wähle; die Chance ist sehr gering, jemals “persönlich” mit dem Unternehmen in Verbindung zu treten.
Ich sehe das an meinem eigenen Job derzeit; eines der größten Telekommunikations-Unternehmen in Deutschland. Ich rufe an und lande im Callcenter. Das könnte irgendeiner Firma gehören, es gibt da einige. Wenn die nicht weiter wissen, dann geht die Anfrage weiter (Ich verbinde sie eben…), Das geht dann weiter an andere externe Callcenter oder – mit Glück – an einen Arbeitnehmer, der irgendwie über drei Ecken wirklich was mit dem Unternehmen zu tun hat, bei dem man Kunde ist (Konkret bedeutet das: Man landet bei einem Tochterunternehmen des eigentlichen Unternehmens, in dem Zeitarbeiter eines anderen Unternehmens angestellt sind).
Ich hatte mich als Kunde selbst vor kurzem beschwert (habe keinen Mitarbeiter-Anschluss, will ich auch nicht, wer weiss, wie lange ich noch da bin). Nix klappte. Dann hab ich mir “Intern” am Arbeitsplatz mal angeschaut, durch wie viele Hände / Unternehmen meine Anfrage ging. Niemand wusste, was der andere macht/will/kann.
Dann war ich im Nachhinein doch noch überrascht, wie nett die Leute am Telefon waren, dafür das sie eingeschränkte Einsichten hatten und selbst kaum wussten, was sie getan haben. Und das für weniger als 8 EUR / Stunde. Sich den ganzen Tag das Gemaule der unzufriedenen Kunden anhören.

Das ist Strategie: Die Angestellten sollen einen Hass auf die Kunden bekommen. Die sind sowieso unzufrieden und Nörgeln, weil dort “eine Hand nicht weiss was die andere tut” (na klar, ist ja nicht “ein Unternehmen” sondern viele, viele, viele mit ganz viel unterschiedlicher Software). Das schweisst die mies bezahlten Angestellten zusammen, die über die “blöden Kunden” nörgeln können. Sowas lenkt die kritische Sicht nach oben ab, und lenkt nach unten; zu den Kunden.

Teure Rechnung

Veröffentlicht in Uncategorized am Februar 25, 2012 von berufskomiker

Viele größere Unternehmen haben eine dauerhafte Leitung zur Polizei / Feuerwehr / Sicherheits-Firma. Interessant fand ich heute den folgenden Fall: Jahrelang betrug die Telefonrechnung der Firma etwa 500 EUR im Monat. Nun ist nebenan eine neue Firma eingezogen und hat ihre Alarmanlage installiert.
Seitdem beträgt die monatliche Rechnung etwa 4 mal soviel.
Da hat sich wohl jemand ungewollt “eingehackt”.
Ich bin froh, mit der nun folgenden Bürokratie nichts mehr zu tun zu haben.

Dreierkonferenz

Veröffentlicht in Uncategorized am Februar 25, 2012 von berufskomiker

Da sind sich wohl Zwei Anschlüsse in die Quere gekommen.

Fast jeden Tag erlebt man was neues.
Ich rufe beim Anschluss-Inhaber an. Es klingelt, er geht ran. Wir reden. “Warten Sie mal ab”, sagt er.
Dann plötzlich: “Hallo?” Jemand anderes ist mit im Gespräch.

Wenn man den Kunden anruft, klingelt gleichzeitig bei einem anderen Bewohner im Ort das Telefon, und er ist mit dabei.

Router kaputt

Veröffentlicht in Uncategorized am Februar 24, 2012 von berufskomiker

Erstmal den ISP anrufen. Muss ja was an der Leitung sein, meine Schuld ist es nicht.
Jeden Tag das gleiche Spiel: Ich komme nicht ins Internet / Telefon geht nicht mehr. Schicken Sie einen Techniker, heute soll er noch da sein.  Bezahlen werde ich keinen Cent dafür!
Wenn der Fehler am Endgerät des Kunden zu finden ist, so wird ein Techniker-Einsatz natürlich kostenpflichtig. Auch dann, wenn das Gerät vom ISP gekauft / gemietet wurde. Weil bei solchen Preisen natürlich kein Techniker-Einsatz vor Ort mit inbegriffen ist.
Warum das so schwierig zu verstehen ist, will nicht in meinen Kopf. Obwohl ich jeden Tag mit Leuten zu tun habe, die  mich davon überzeugen wollen, das so ein Geschäftsgebaren hoch kriminell ist.
Wenn meine Kaffeemaschine kaputt ist, rufe ich ja auch nicht bei den Wasserwerken an, und will kostenlos eine neue.

Gefängnis ohne Alarmanlage

Veröffentlicht in Uncategorized am Februar 23, 2012 von berufskomiker

Ärgerlich ist es, wenn in einem Gefängnis die Alarmleitung zur Polizei nicht funktioniert. Ganz besonders ärgerlich aber ist es, wenn der Verantwortliche, als er den Anschluss vor vielen Jahren mal angemeldet hat, das ganze als ganz gewöhnlichen Anschluss (ohne sogenannten ” Besseren Service”) bestellte.
So einen besseren Service haben viele Unternehmen. Kostet ein paar Euro im Monat mehr, dafür hat man die Gewähr, das der Anschluss binnen 8 Stunden (i.d.R. weitaus kürzer) entstört wird. Die großen Unternehmen haben das sowieso, inzwischen sogar viele kleine “Butzen” die nebenberuflich selbstständig sind.

So hat das Gefängnis eine Entstörfrist wie jeder private Haushalt, das sind 24 Stunden (i.d.R. weitaus länger) und kann bis Morgen Nachmittag warten, bis es wieder funktioniert. Ich hatte inzwischen mehrere Gefängnisse  ohne Alarmanlage, aber auch Alarmanlagen von Banken, Rechenzentren von großen Krankenkassen, Notrufe in Aufzügen, komplette Telefonanlagen in Altenheimen  uvm. deren Betreibern es anscheinend nicht so wichtig ist, das es schnell wieder geht.
Komischerweise ist mir noch keine Tankstelle vorgekommen, die auf den besseren Service verzichten würde.

Wenn es “brennt” sind die Verantwortlichen natürlich ganz schnell dabei, darauf hinzuweisen, wie wichtig der Anschluss ist. Nützt mir aber auch nichts, ich kann nicht aus Kulanz einen “anderen” Privatkunden warten lassen, der genau so viel für seinen Anschluss bezahlt.

Beschwerde

Veröffentlicht in Uncategorized am Februar 18, 2012 von berufskomiker

Die Kundin will sich beschweren. Weil die Serviceannahme einen ganz üblen DDR-Dialekt hat, schwer verständlich war  und ansonsten auch sehr unfreundlich.

Klingt böse. Aber ich muss selbst – aus Kundensicht – auch sagen; mich stört es selbst, wenn ich bei der Service-Hotline anrufe, und ich mich sehr anstrengen muss, den Menschen aufgrund seines Dialekts zu verstehen. Dabei ist es mir egal was für ein Dialekt es ist. Es kann nicht Sinn der Sache sein, bei einem Telefongespräch Verständigungsprobleme zu haben. Hochdeutsch sollten die Leute dort schon können.

Kleinkrieg

Veröffentlicht in Uncategorized am Februar 11, 2012 von berufskomiker

Der Kunde möchte gerne wissen, ob, wenn er ganz ganz viele Videos bei Youtube gleichzeitig öffnet, sein Nachbar dadurch evtl. Bandbreiten-Schwierigkeiten bekommt. Dies wäre durchaus erwünscht. Die beiden sind nämlich schon lange im Streit.

Ich hab einfach mal “nein” gesagt.

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